weil der Frühling nicht im Darm stecken bleiben sollte…
21 Februar
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14:00
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17:00
Müdigkeit, Völlegefühl, Trägheit? Oft beginnt all das im Bauch.
In Verdauung Teil I räumen wir auf:
mit Kräutern, die anregen,
Speisen, die nähren,
und Wissen, das wirklich verdaut werden kann. Damit der Winter gehen darf – und der Frühling kommen kann.
Wenn die Verdauung nicht rundläuft, sammelt der Körper, was er eigentlich loswerden möchte: Stoffwechselreste, Abfallprodukte. Kurz gesagt, „Altlasten“. Diese müssen verarbeitet, umgewandelt und ausgeschieden werden. Bleibt dieser Prozess hängen, funktioniert das ganze System nicht mehr richtig.
In der Schulmedizin gilt Verdauung vor allem als Nahrungsaufnahme. In der TCM und der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde geht es um mehr: Wir verdauen nicht nur Essen, sondern auch Eindrücke, Gefühle und Erfahrungen.
Das wussten die Menschen schon lange vor Laborwerten und Studien: „Das muss ich erst mal verdauen.“ „Das liegt mir schwer im Magen.“ „Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?“ „Das geht mir an die Nieren.“
Und genau hier, wird es spannend. Wir leben im Überfluss, fast im Schlaraffenland – warm, sicher, satt. Gleichzeitig ist unser Nervensystem permanent gefordert: Verkehrslärm in der Nacht, grelles Licht, Elektrosmog, ständige Erreichbarkeit. Reize, auf die unser Körper evolutionär nicht vorbereitet ist.
Kurzzeitiger Stress ist kein Problem. Kritisch wird es, wenn Anspannung zum Dauerzustand wird – und Erholung kaum noch stattfindet. Auch das will verdaut werden.
In diesem Seminar erfahrt ihr, wie eine gesunde Ernährung und bewusste Verhaltensweisen im Rhythmus der Jahreszeiten unsere Verdauung stärken. Denn Wohlbefinden und Vitalität entstehen nicht zufällig – sie folgen natürlichen Zyklen. Jede Jahreszeit schenkt uns einen reichen Schatz an passenden Speisen, wirksamen Kräutern und förderlichen Lebensweisen, die den Körper unterstützen statt ihn zu belasten.
Dieses Seminar lädt dazu ein, den eigenen Körper besser zu verstehen, neue Impulse auszuprobieren und wieder mehr Vertrauen in die eigene Verdauungskraft zu entwickeln.
Wann : Samstag 21.02.26
Beginn : 14:00 Uhr
Ende : ca. 17:00 Uhr
Kosten : 35,00 € pro Teilnehmer
inkl. aller Materialien, Skript, Rezepten, Kaffee, Tee, Wasser
Die Bauchregion ist in der chinesische Medizin das Vital – Zentrum .Somit ist es von enormer Bedeutung,dass besonders hier alles funktioniert. Bei der Anamnese ist es wichtig wie der Schmerz ist , ob vor oder nach den Mahlzeiten .Diese Kriterien sind wichtig für die richtige Diagnose nach der TCM Lehre. Hierbei kann man erkennen ob es sich um ein Fülle oder Leere Muster handelt oder um eine Qi Stase der betroffenen Organe.Am häufigsten entstehen hier Probleme durch chronischen Stress und falsche Ernährungsgewohnheiten.
Bauchschmerzen
Die Ursachen von Bauchschmerzen sind sehr vielfältig. Es ist wichtig abzuklären, wie stark der Schmerz ist und welchen Charakter (dumpf, stechend, plötzlich, sich langsam entwickelnd, kalkartig) der Schmerz aufweist. Gleichzeitig sollte man abklären, ob es einen Zusammenhang mit anderen Faktoren (z.B. fettreiche Nahrung, Alkohol etc.) gibt. Bauchschmerzen bezeichnen in der chinesischen Medizin Schmerzen in der Bauchregion mit einer Beeinträchtigung von Milz und Magen, die durch eine Disharmonie von Qi und Blut verursacht werden. Schmerzen sind meist das Resultat einer Qi oder Blut Blockade. Daher ist es wichtig durch die Behandlung das Ungleichgewicht von Qi und Blut wieder zu harmonisieren und die Milz sowie den Magen zu stärken.
Magenbrennen
Die absenkende Funktion des Magens dient dazu, die aufgenommene Nahrung nach unten zum Dünndarm zu schicken. Eine Störung dieser physiologischen Funktion des Magens führt dazu, dass das Qi nicht nach unten abgeleitet wird und somit Magenbrennen verursacht. Bei dieser Art von Stagnation sind die Symptome besonders nach dem Essen am Schlimmsten.
Übersäuerung
Wenn der Magen zu viel Säure produziert, kann dies verschiedene Ursachen haben. Es wäre somit nicht hilfreich nur die Symptome zu bekämpfen, sondern es müssen die pathogenen Faktoren ermittelt und beseitigt werden. Zu den Faktoren, die eine Übersäuerung des Magens begünstigen, gehören Stress, Nikotin, Alkohol, Kaffee und eine ungesunde Ernährung. Alle Nahrungsmittel wirken nämlich wie eine Arznei und somit ist es hier besonders wichtig seine Ernährung umzustellen.
Übelkeit
Nach Traditioneller chinesischer Medizin rebelliert bei Übelkeit das Magen-Qi und fließt nicht nach unten ab. Der Grund hierfür ist meisten eine Disharmonie von Leber und Magen. Leber-das Holzelement kontrolliert hier zu stark den Magen- das Erdelement. Stärkung des Magen Qi und Besänftigung des Leber Qi durch Akupunktur bringen hier oft schnell Hilfe.
Blähungen
Die häufigste Ursache ist eine einseitige Ernährung mit einem hohen Anteil nichtresorbierbarer Kohlenhydrate (z.B. Hülsenfrüche, Zwiebeln, Kohl etc.), sowie kohlensäurehaltige Getränke. Kleine Bissen, sowie langsames und gründliches Kauen können bereits helfen. Ferner ist auch eine Ernährungsumstellung in Erwägung zu ziehen. Blähung an sich ist ein sogenanntes Fülle-Muster was sich aus einer Leere gebildet hat. Im Hintergrund steht meistens eine Milz-, Magen-, Dickdarm- oder Dünndarmschwäche. Wie oben erwähnt, sollte man blähende Nahrungsmittel vermeiden und das Qi des Verdauungstraktes stärken, um Blähungen vorzubeugen.
Obstipationen (Verstopfungen)
Viele Patienten haben falsche Vorstellungen über die Häufigkeit einer „normalen“ Stuhlfrequenz. Eine Norm für die Stuhlfrequenz gibt es nicht. Wichtig sind Veränderungen, die dem Patienten im Vergleich zu den Jahren vorher auffallen. Eine Verstopfung ist das Resultat funktioneller und/oder psychisch bedingter Transitstörungen des Darminhalts mit sehr unterschiedlichen Ursachen. Die häufigste Ursache für eine Verstopfung sind funktionelle Störungen (psychisch oder körperlich ohne Schädigung eines Organs). Meist führen der Bewegungsmangel sowie ungünstige Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zur Verstopfung. Eine Obstipation wird aus der Sicht der chinesischen Medizin durch eine Dysfunktion des Dickdarms verursacht, die in einer fehlenden bzw. nicht ausreichenden Weiterleitung des Stuhls besteht. Dabei wird dem Stuhl Wasser entzogen, sodass er hart, fest und trocken wird. Ursachen dafür sind die gleichen wie schulmedizinisch erwähnt und zwar emotionalen Stresse, zu wenig Bewegung, Mangel an Körperflüssigkeiten (wenig Trinken) und falsche Ernährung. Dies führt zu einer Ansammlung von Hitze und Trockenheit, sowie zu einem Mangel an Dickdarm Qi. Durch die Behandlung werden kühlende und befeuchtende Kräuter angewendet, die in Kombination mit der Akupunktur das Dickdarm Qi stärken sollen.
Diarrhö (Durchfall)
Eine Diarrhö entsteht durch die Unfähigkeit des Darms, Wasser und weitere Stoffe aus dem Kot wiederaufzunehmen (Resorptionsstörung). Die Ursachen dafür sind vielfältig. Häufig sind die Gründe bakterielle oder virale Infektionen, Lebensmittelvergiftungen, Medikamente oder psychische Einflüsse. Bei einer chronischen Diarrhö, welche über längere Zeit anhält, empfiehlt es sich eine schulmedizinische Abklärung vorzunehmen (Bei Kleinkindern ist langanhaltender Durchfall sehr gefährlich und sollte schnellstmöglich behandelt werden). Wie in der Schulmedizin ist die Diarrhö auch aus Sicht der chinesischen Medizin ein Symptom und keine Krankheit. Die zugrundeliegenden Muster sind sehr vielfältig. Meist besteht ein Mangel an Milz Qi und/oder zu viel Feuchtigkeit im Körper. Folglich besteht die Behandlung aus der Stärkung der Mitte (Milz und Magen) und der Beseitigung der Feuchtigkeit.
Magengeschwüre
Ein Geschwür (Ulkus) ist ein Defekt der Haut oder der Schleimhaut. Der Bildung eines Ulkus liegt ein Ungleichgewicht zwischen aggressiven (die Schleimhaut angreifend) und defensiven (die Schleimhaut schützend) Faktoren zugrunde. Die 3 wichtigsten aggressiven Faktoren sind die Salzsäure, Bakterien und Medikamente. Aus der chinesischen Sichtweise besteht bei einem Magengeschwür das Muster Magen-Feuer, welches das Yin angreift. Yin (Substanz) beschreibt in diesem Falle die Schleimhaut des Magens, welche durch das Feuer (Bakterien, Säure etc.) angegriffen wird. Die Behandlung besteht aus dem Kühlen des Magenfeuers und dem Nähren des Magen Yin. Die chinesische Medizin kann gut mit einer schulmedizinischer Behandlung kombiniert werden, um schnellstmögliche Linderung zu erzielen.