Wenn altes Pflanzenwissen auf neue Wege trifft –
meine Seminarreihe zur Gemmotherapie
Manchmal sind es die kleinsten Dinge, in denen die größten Überraschungen stecken. Eine unscheinbare Knospe zum Beispiel. Noch fest verschlossen, trägt sie bereits alles in sich, was später einmal Blatt, Blüte oder Trieb werden möchte.
Dass diese kleinen Kraftpakete auch in der Pflanzenheilkunde Beachtung verdienen, ist keineswegs eine neue Idee.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden bestimmte Knospen, wie beispielsweise die Blütenknospen der Magnolie (Xin Yi Hua), bereits seit Jahrhunderten verwendet. Dabei betrachtet die chinesische Kräuterheilkunde Pflanzen nicht nur anhand ihrer Inhaltsstoffe, sondern auch nach ihrer energetischen Qualität, ihrer Temperatur, ihrem Geschmack und ihrer Wirkung auf die Funktionskreise.
Als TCM-Therapeutin und Phytotherapeutin, finde ich gerade diese unterschiedlichen Blickwinkel auf unsere Pflanzenwelt besonders faszinierend.
Und genau hier begegnet uns die Gemmotherapie, auch Knospentherapie genannt.
Sie ist eine vergleichsweise junge Form der europäischen Pflanzenheilkunde, die im 20. Jahrhundert durch den belgischen Arzt Pol Henry entwickelt wurde. Verwendet werden frische Knospen und junge Triebspitzen, aus denen spezielle Pflanzenauszüge, sogenannte Gemmomazerate, hergestellt werden.
Die Idee, Knospen in der Heilkunde zu nutzen, ist also keineswegs neu. Die heutige Form ihrer Zubereitung hingegen schon.
Man könnte sagen: „Die Pflanzen haben ihr Wissen längst mitgebracht – wir Menschen entdecken nur immer wieder neue Möglichkeiten„.








